Bücher

Noch mehr bezaubernde Bucheinbände.

Ich hab ja meine Schwäche für schöne Bucheinbände schon früher kundgetan.

Und da es schöne Bücher nicht erst seit der Erfindung von Photoshop und Paperbacks gibt, kann ich euch diese Seite sehr empfehlen:  Alle Einbände aus der Koninklijke Bibliothek in den Niederlanden, eingescannt um sie mit der Welt zu teilen.

Den hier find ich zum Beispiel total schick.

Auf bibliodyssey haben sie einige der schönsten zusammengetragen.

[Via]

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Bezaubernde Bucheinbände

Ich bin ja bekennender Buchfetischist und gebe auch offen zu, dass ich mich beim Bücherkauf eindeutig auch von der Einbandgestaltung leiten lasse. Ein Buch, dass langweilig aussieht bekommt meistens nicht die Chance, von mir angelesen zu werden.

Definitiv kaufen würde ich mir diese Schmuckstücke:

Diese Bücher snd das Ergebnis der Abschlussarbeit von Grafikstudent Jim Tierney, der an der University of the Arts in Philadelphia Illustration studiert.

Leider gibt es sie nicht zu kaufen, noch sind es handgefertigte Prototypen, aber ich hoffe einfach mal, dass sie von einem Verlag entdeckt und als Sonderausgabe publiziert werden.

Auf Faceout Books gibt es weitere Infos zum Entstehungsprozess und noch mehr Bilder. Es lohnt sich, reinzuschauen. Jedes Buch hat ein paar Gimmicks im Einband versteckt.

Buchbesprechung I

So. Was ich schon vor einer ganzen Weile versprochen hatte, mache ich jetzt wahr und stelle hier einige meiner liebsten Bücher vor.

Heute:
The Time Traveler’s wife (Die Frau des Zeitreisenden) – Audrey Niffenegger
Das Buch beschreibt die Liebesgeschichte von Henry und Clare. Die beiden sind für einander bestimmt. Daran besteht kein Zweifel. So weit, so einfach. Schwierig wird es erst durch eine kleine Besonderheit im Plot.

Clare ist bei ihrem ersten Treffen 6 Jahre alt, während Henry 36 Jahre alt ist. Zum Paar werden sie aber erst, als Clare 20 und Henry 26 ist. Klingt verwirrend? Ist es eigentlich gar nicht. Henry wurde mit einem genetischen Defekt geboren, der ihn veranlasst, immer wieder ungewollt und unkontrollierbar durch die Zeit zu reisen.

Das ist es, was die Geschichte der beiden so besonders macht. Einerseits verlängert es die Zeit, die sie einander kennen, andererseits ist es aber auch sehr gefährlich, denn Henry weiß nie, wann es das nächste Mal so weit sein wird und wo und wann er landen wird. Er weiß nur, das er splitternackt sein wird und versuchen muss, in einer fremden Zeit an einem fremden Ort zu überleben, damit er letzten Endes zu Clare zurück kommen kann.

Das Buch ist toll geschrieben. Zu Beginn ist es vielleicht ein wenig verwirrend, bis man die Zeitabfolge versteht aber das gibt sich sehr schnell und dann wird man völlig von der Geschichte aufgesogen. Audrey Niffenegger hat eine wirklich gute Balance aus lustigen, schönen, spannenden und auch traurigen Momenten geschaffen.
Mit jeder Etappe im Leben der beiden sieht man, wie sie sich weiter entwickeln, wie sie sich verändern und wie die besonderen Umstände ihrer Beziehung ihnen manchmal helfen, aber auch häufig einen Strich durch die Rechnung machen.

So erzählt klingt das Buch gar nicht übermäßig spannend. Aber die ganzen Kleinigkeiten, die die Geschichte ausmachen lassen sich einfach nicht erzählen. Die muss man selbst heraus finden.

Alles in allem äußerst empfehlenswert und nicht nur ein klassisches „Mädchenbuch“.

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[EDIT]: Oder aber, wie es der NDR sagt:

Die Geschichte vom Time-Traveller Henry ist eine wunderbare poetische und philosophische Meditation über die Relativität von Raum und Zeit. Vor allem aber auch eine Apotheose der einzigen, der wahren, der romantischen Liebe, einer Liebe, die alle Zeitsprünge überdauert, bis ins Alter und über den Tod hinaus. „Die Frau des Zeitreisenden“ von Audrey Niffeneggers ist bei Fischer erschienen.

[EDIT 2]: Was bitte ist eine Apotheose und wer denkt sich so was aus?

[EDIT 3]: Aha 

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Now playing: Eva Cassidy – I Know You By Heart
via FoxyTunes

Buchbesprechungen

Bücher – was will man dazu sagen? Bücher sind toll. Das habe ich schon früh erkannt. Meine erste lange Lesenacht, hatte ich irgendwann zu meiner Grundschulzeit mit dem Dolly-Gesamtsammelband. Immer mit der Angst im Nacken, von meinen Eltern erwischt zu werden – am nächsten Tag war schließlich Schule.
Wo andere Kinder mit Süßigkeiten oder Fernsehzeit bestochen werden mussten, reichte es völlig, mir das nächste Buch einer Serie in Aussicht zu stellen, damit ich brav war.
In den Büchereien ringsum war ich Stammgast, die Kinderabteilung in der einen hatte ich komplett, die der anderen zu ¾ durch und ich gehörte zu den wenigen, die fast jede Pflichtlektüre in der Schule tatsächlich (meistens sogar mit Freude/Interesse) gelesen haben.
Inzwischen wird unser Wohnzimmer von 2 ½ Billies dominiert und im Gang ist grade ein weiteres hinzugekommen. Was will man machen? Auch Bücher haben ein Recht auf stilvolle Unterbringung…
Grundsätzlich gilt und galt für mich noch heute: Lesen kann man fast überall. Drinnen, draußen, sitzend, liegend, stehend, notfalls auch gehend. Auch andere, nicht übermäßig anspruchsvolle Tätigkeiten lassen sich ganz einfach durchführen, so lange man nur eine funktionierende Buchklemmtechnik hat, um die Hände freizuhalten. Hörbücher machen das Ganze noch einfacher, sind aber trotzdem nicht ganz so toll.

So weit die Entwicklung meiner Karriere als Buchling. Und da die Autorenwelt weder ruht noch rastet, werde ich in absehbarer Zeit wohl nicht davon loskommen. Nicht, dass ich das wollte. Stattdessen werde ich mittels dieses Blogs lieber weitere unschuldige Seelen in den Sog von Literatur und Groschenromanen reißen und hier die tollsten aller tollen Bücher vorstellen. Rein Subjektiv natürlich.

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Now playing: Imogen Heap – Hide and Seek
via FoxyTunes

Herbstliche Hungergefühle

Nachdem es ja schon die letzten Wochen nicht so wirklich sommerlich war, häufen sich langsam die Anzeichen, dass es Herbst wird: Der Baum vor unserem Wohnzimmerfenster hat schon ganze 2 (in Worten: ZWEI!) gelbe Blätter, es regnet ständig (gut, das was auch schon die letzten Wochen so) und die Tage werden merklich kürzer. – Nicht, dass es hier in der Bürohöhle einen wirklichen Unterschied macht, ob draußen die Sonne scheint oder nicht.

Jedenfalls wächst in mir gerade das gewaltige Bedürfnis, Plätzchen zu backen, in Ermangelung eines Kamines ein offenes Feuer in der Mitte des Wohnzimmers zu entfachen und mich mit meinem Schatz,(EDIT: OK. Sind wir ehrlich, verzichten wir auf den Kerl. Männer brechen einem eh nur das Herz) den noch warmen Plätzchen, mindestens einem guten Buch und einer Kuscheldecke (ja, trotz des Feuers) aufs Sofa zu verziehen und vor Frühlingsanfang nur zum Vorschein zu kommen, wenn es die Verpflegungssituation und/oder der Büchernachschub nötig machen sollten.

Leider stehen jedoch so eigentlich völlig irrelevante Punkte wie Arbeit, Diät und – nicht zu vergessen – die Feuerwehr im Weg, so dass ich bei den meisten Punkten gewaltige Abstriche machen muss. Alternativ optioniere ich daher für Sofa, Kuscheldecke, Schatz und ein gutes Buch (oder auch 2).

Und vielleicht Apfelchips 🙂

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Now playing: LEA FINN – Tränen
via FoxyTunes