fundstücke

Dinge, die man besser lassen sollte.

..aber immer wieder trotzdem macht.

Wenn ein Blog, dass ich mag, andere Blogs empfiehlt, sollte ich eigentlich nicht mehr klicken. Das weiß ich. Aber irgendwie, bin ich halt doch immer wieder neugierig. Und ganz oft sind die auch richtig toll. Und seit ich dieses praktische Firefox-Add-On für Netvibes habe, ist so ein Blog auch ganz ratz-fatz meinem Feedreader hinzugefügt.

Was zur Folge hat, dass ich aktuell genau 9722 Blogposts hinterherhinke. Zumindest zum Zeitpunkt des Screenshots. Realistisch betrachtet sind es in den paar Minuten des Schreibens schon wieder mehr geworden.

Ich weiß jetzt schon, dass ich das nie wieder aufholen kann. Aber lassen kann ich es auch nicht. Dafür gibt es viel zu viele gute Dinge in den Interwebs da draußen.

Wenn ich dazu komme, mich mal zu sortieren poste ich auch ein paar meiner Lieblings-Blogs. Schließlich soll es anderen auch nicht besser gehen. Aber grade kann ich nicht. Ich muss noch ein paar Posts aufholen.

Verschenkmarkt Stuttgart

Grade habe ich entdeckt, dass die Stadt Stuttgart einen Verschenkmarkt hat.

Bezeichnenderweise wird es auf der Abfallspiegel-Seite geführt. Ein erstes Durchblättern sagt mir nämlich, dass vieles davon besser auf dem Sperrmüll aufgehoben wäre. Nichtsdestotrotz: Vielleicht sind ja tatsächlich auch einige nützliche Sachen dabei. Vor allem, wenn man handwerklich geschickt ist, könnte man Glück haben.

Wer mal nachschauen mag: Hier geht’s lang

Stuttgart und Berlin

Berlin und Stuttgart sind ja irgendwie 2 Gegenpole in Deutschland. Die eine Stadt nach eigen Bekunden arm aber sexy, die andere die Hauptstadt des Musterländles aber von vielen als langweilig und überordentlich geschasst.

Gleichzeitig verbindet uns aber auch das ein oder andere. Berlin scheint ja zum Beispiel nicht nur die Stadt mit der größten türkischen Gemeinde außerhalb der Türkei zu sein, sondern, zumindest mach dem Gefühl einiger Berliner, auch die Stadt mit der größten schwäbischen Gemeinde außerhalb Baden-Württemberg.

Und, vielleicht im Tausch gegen die Kreuzberg-Schwaben, haben wir jetzt auch ein Stück Berlin. Und ein Stück Deutsche Geschichte.

Das Stückchen Mauer steht hinterm Landtag. Offenbar schon seit dem Mauerfall-Jubiläum letztes Jahr. Ich hab’s aber erst gestern entdeckt.

Ein Tag ganz ohne Geld!


Bildquelle:

Unglaublich. Heute habe ich via Neatorama einen Artikel gefunden, der mein Leben verändern wird. Ein Artikel, der auch den Griechen bei ihrem Weg aus dem Haushaltsloch helfen könnte. Ein Artikel, der nicht einfach zu verkraften, aber dennoch wichtig zu lesen ist.

Alexa von Tobel, Reporterin Bloggerin bei der Huffington Post, hat sich in diesen schweren Zeiten einer Herausforderung gestellt, die größer nicht sein könnte: Sie hat es geschafft einen ganzen Tag lang keinen einzigen Cent auszugeben. UUUuuuuuuuh! Hardcore-Survival-Training.

Dabei war sie nicht nur sparsam, sondern auch kreativ. Exklusiv hat sie nun ihre persönlichen Tricks verraten:

1. Zuhause Frühstücken.

2. Nicht mit dem Taxi zur Arbeit fahren.

3. Das Mittagessen von Zuhause mitbringen.

4. Abends zuhause kochen, statt beim Lieferservice zu bestellen.

Verrückt, was?

Was mich dabei persönlich freut: Sie hat bei diesem Experiment nicht nur gelernt, zuhause Kaffee zu kochen, nein, sie hat auch ihre Liebe zum Kochen entdeckt.

I rummaged through my cupboard and fridge and sure enough, I had a box of unopened penne and an unopened can of tomato vodka sauce hidden behind some cans of soup. Penne vodka — perfect. I realized that this was the perfect opportunity to use up those unopened cans or boxes that have been sitting in my cupboards. I discovered some frozen peas in my freezer and added those to the mix. Within minutes, I had donned my apron and found my inner Julia Child (Who knew I had one?), whipping up a delicious pasta dish at the stove and singing along to my Billy Joel favorites.

Ein herzerwärmender Beitrag.  [Hier klicken um zur Google Cache-Seite des Artikels zu kommen]

Ach ja: Seit die Blogs diesen Artikel gefunden und weiterverbreitet haben, ist die Seite gelöscht. Ich weiß nicht, warum.
Aber Google vergisst nicht ganz so schnell.

Und wie ich auch inzwischen mehrfach gelesen habe, hat sie den Artikel sogar nachträglich manipuliert, als das erste negative Feedback eingetrudelt ist. Da wurden aus 80$ pro Tag 60, aus 5-10$ täglichen Taxikosten 5 und plötzlich hat sie nicht nur den Kaffee zuhause gekocht, sondern sogar ihr Mittagessen zuhause vorbereitet.

Eieiei.

Altersmarketing

Seit Jahren wird ja schon diskutiert, wie man die wachsende Gruppe der Senioren in der Werbung am besten anspricht.

Galeria Kaufhof weiß wie: Geheimsprache.

Oder weiß von den Kiddies heutzutage noch irgend jemand, was eine Aussteuer ist?

Und was zur Hölle soll „Aussteuerqualität“ überhaupt heißen? „So gut, dass nicht mal die Schwiegermutter was zu meckern hat?“

Anger management

Soll noch einer behaupten, im Internet kann man nichts für seine persönliche Entwicklung lernen.

Grade habe ich via Neatorama [Link] die Seite „Hyperbole and a Half“ [Link] gefunden.  Allie die Autorin ist ein selbst erklärter Rechtschreibungs-Freak, wie man sie im Social Web immer mal wieder findet.

Anstatt sich aber wie andere in den Kommentaren ausführlich drüber auszulassen, wie dies oder jenes geschrieben werden sollte, hat sie ihre ganz eigene Technik entwickelt, mit der Rechtschreib-Schlamperei im Internet umzugehen.

Ihr Lieblings-Ärger-Sujet ist das Zusammenziehen von „a lot“ zu „alot“.  Und um sich nicht mehr drüber ärgern zu müssen, hat sie kurzerhand das Alot erfunden. Eine Mischung aus Bär, Yak und Mops. Und es kann alles besser. Grandios!

Ein Besuch auf ihrem Blog lohnt sich auf jeden Fall!

Trash Vinyl

Grad hab ich bei Kessel.tv von der neuen SOKO Stuttgart-Folge heute Abend gelesen. Diesmal im Rapper-Milieu. Mord im Jugendhaus. Und eine Gang namens Street Vinyl. Kann man von halten, was man will.

Eins ist ziemlich sicher: Die Sendung heute Abend wird ohne mich statt finden. Soko Stuttgart hab ich bei der ersten Folge eine Chance gegeben, aber ganz ehrlich: Gäääähn. Krimis sind eh nicht meins. Auch Tatort lockt mich nicht hinterm Ofen vor.

Aber dank meiner Eine-Episoden-Episode wusste ich immerhin, wovon die StZ und vor allem die Bildzeitung sprachen, als sie angefangen haben, wild über Zusammenhänge zwischen dem Mord im Stuttgarter Süden und dem Plot dieser ersten Soko-Folge zu spekulieren. Was davon zu halten ist, ist wiederum ziemlich eindeutig.

Aber ich schweife ab. Eigentlich musste ich bei „Street Vinyl“ in erster Linie dran denken, dass ich noch das folgende Foto posten wollte:

Die lagen bei uns heute morgen im Mülleimer vorm Haus. Da hat offenbar jemand seine Plattensammlung ausgemistet. Ich hab nicht drin rumgewühlt, kann also nicht sagen, was sonst so dabei ist. Plattenspieler hab ich auch keinen und damit keine Verwendung.

Aber irgendwie ist das nicht richtig. Ist wie Bücher wegschmeißen: Da sträubt sich alles in mir. Egal wie gut oder schlecht.

Das hier ist übrigens die oberste Platte.

Falls jemand Interesse hat, sagt Bescheid, dann zeig ich euch in welchem Mülleimer ihr nachschauen müsst.

Vergrabene Schätze.

Ich denke, jeder kennt den Moment, wenn man irgendwo, vielleicht ganz hinten im Schrank oder in der Tasche der Winterjacke, etwas findet, von dem man fast schon vergessen hatte, das man es besitzt. Manchmal sind es ein paar Euro. Manchmal leider auch nur ein Taschentuch, dass man vor der Wäsche vielleicht besser mal rausgetan hätte. Manchmal ist es aber auch etwas, dass man vorher noch gar nicht wirklich zu schätzen wusste. Und dafür jetzt um so mehr.

So ging es mir heute. In den letzten Wochen habe ich online mal wieder vergeblich nach einem für mich bezahlbaren guten Objektiv gesucht. Gutes Glas kann ja so teuer sein. Unter anderem hab ich mich auch gezielt im analogen Sektor rumgetrieben. Wer weiß, vielleicht lauert ja da ein Schnäppchen aus einem Nachlass? Und überhaupt: Man könnte ja auch mal analog fotografieren. Die alten Spiegelreflex kosten heute ja kaum noch was. Aber die Objektive sollten dann schon sowohl auf analog als auch auf digital passen. Wenn schon, denn schon. Und das wiederum ist nicht so einfach zu bekommen. Offenbar bin ich nicht die erste, die so denkt.

Langer Rede, kurzer Sinn: Nüschte wars.

Aaaaaber. Beim Thema analoge Fotografie hat es bei mir im Hinterkopf geklingelt. Ich hab da doch irgendwo eine Kamera. Die hat mir mein Vater vor Jahren schon überlassen. Solide deutsche Wertarbeit in diesem todschicken braunen Leder-Täschchen. Nur kam ich, damals noch point-and-shoot-verwöhnt, mit der leider nicht wirklich zurecht.

Aber inzwischen, mit einem Grundverständnis für Blende, Belichtungszeit und Co. könnte das ja ganz anders aussehen. Also hab ich mal in meinen Schränken gewühlt und wurde fündig.

Und hiermit präsentiere ich stolz mein wiederentdecktes Goldstück: Eine Voigtländer Vitomatic IIa.

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