Rezensionen

Inception – eine Rezension

Gestern Abend war nach Ewigkeiten mal wieder Kino angesagt. Inception stand auf dem Programm.
Von der Story wusste ich im Vorfeld nicht viel. Nur, dass es irgendwie um „begehbare“ Träume geht.

Die erste Minuten waren noch ein kleines bisschen verwirrend. Aber dann: Was für ein Hammer-Film!

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Ganz kurz zur Story:

Im Traum liegt unser Unterbewusstsein relativ nahe an der Oberfläche und kann einfacher manipuliert werden. Das macht sich ein Team von Dieben zu Nutze, um geheimes Wissen aus den Köpfen anderer Menschen zu stehlen.
Dafür schalten sie ihre Träume mit dem des Geheimnisträgers gleich und versuchen, der Zielperson im Traum die Information zu entlocken.

So weit so gut. Aber als sie den Auftrag bekommen, statt einen Gedanken zu stehlen, einen einzupflanzen, müssen sie sehr viel tiefer ins Unterbewusstsein der Zielperson vordringen. Und ab da wird es richtig spannend.

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Der Film lebt von einer unglaublich verschachtelten aber dennoch klaren, intelligenten Geschichte. Super spannend, mit coolen und toll dargestellten Charakteren und mit einigen Action-Szenen und Special Effects, die einen mit den Ohren schlackern lassen.

Dabei ist es aber nicht wie z.B. bei Avatar, dass der Film eigentlich nur von den Effekten lebt. Im Zentrum ist die Story, nein genau gesagt sind es verschiedene Geschichten und Timelines, die parallel ablaufen. Und das ist so packend und zum Teil nervenzerrüttend spannend, dass die Zeit im Kino wie im Flug vergeht. Selbst ohne die wirklich tollen Special Effects wäre der Film immer noch der Wahnsinn gewesen.

Sehr viel mehr kann und will ich dazu auch nicht schreiben. Ich kann den Film nur wärmstens empfehlen und von mir sagen: Das ist ein Film, den man durchaus öfters anschauen und sich garantiert auch auf DVD kaufen kann. Beides ist meiner Meinung nach eine hervorragende Investition.

Trailer gibt es übrigens hier: youtube

Ergänzung: das Kino war natürlich nicht leer, sondern rappelvoll. Das auf dem Bild ist der letzte Frame vom Abspann. Als alle schon weg waren.

Der Menowin-Fanaktions-Nachbericht

Am Samstag war ich um die Mittagszeit zufällig auf dem Schlossplatz, als mir ein paar rotge-shirtete Teenie-Mädels, sowie ein paar rot gekleidete Mütter mit ebenso rot gekleideten Kleinkindern im Kinderwagen aufgefallen sind. Von Kessel.tv im Vorfeld bereits informiert, war mir natürlich klar, dass es sich hier nur um die ersten Teilnehmer der Menowin Fanaktion „Ein Herz für unseren Bubu“ handeln konnte.

So was kriegt man ja auch in unserer geliebten Landeshauptstadt nicht alle Tage zu sehen. Also holte ich mir ein Eis und sicherte mir einen Zuschauerplatz nahe der roten Fan-Fraktion.

Bis um kurz vor eins hielt man sich noch ziemlich bedeckt. Verstohlen wurde hinter der Statue an der Dresdner Bank am Schlossplatz das ein oder andere rote Shirt aus dem Täschchen gezogen und übergestreift, bevor man dann pünktlich zur offiziellen Sammelstelle in der Mitte des Schlossplatzes schlenderte.

Ach ja. Helium-Herzballons gab’s dann leider doch nicht, weil keiner fürs Helium bezahlen wollte. Flyer gab’s dann auch nicht, weil die Farbpatrone am Drucker alle war.

Die offizielle Facebookseite der Aktion hat mir das freundlicherweise mitgeteilt, während ich auf die restlichen Heerscharen von Menowin-Fans gewartet habe.

Das obige Bild wurde am Samstag um kurz nach eins aufgenommen. Laut Plan hätten zu diesem Zeitpunkt bereits über Hundert begeisterte Menowin-Fröhlich-Anhänger auf dem Stuttgarter Schlossplatz ihre bedingungslose Hingabe zum DSDS-Finalisten demonstrieren sollen.

Wahr dann wohl doch eher ein Satz mit x.

Der Fairness halber muss ich allerdings zugeben, dass ich nicht bis zum Ende der auf 3 Stunden angesetzten Aktion gewartet habe. Mein Eis war alle. So viel zu meiner Entschuldigung.

Launiges Lauschen

Und damit der Tag trotz allem Einkaufs-Ärger gut Endet hier noch eine Empfehlung:

Gute Laune im Audioformat gibt es von den Wise Guys. Ihr Lied „Sonnencremeküsse“ habe ich im Trailer für „Märzmelodie“ entdeckt und seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen.

In den letzten Tagen war dieses Lied morgens für meine unverschämt gute Laune trotz Regenwetter, früh-Aufstehen-müssens und mangelnder Arbeitsmotivation verantwortlich.

Buchbesprechung I

So. Was ich schon vor einer ganzen Weile versprochen hatte, mache ich jetzt wahr und stelle hier einige meiner liebsten Bücher vor.

Heute:
The Time Traveler’s wife (Die Frau des Zeitreisenden) – Audrey Niffenegger
Das Buch beschreibt die Liebesgeschichte von Henry und Clare. Die beiden sind für einander bestimmt. Daran besteht kein Zweifel. So weit, so einfach. Schwierig wird es erst durch eine kleine Besonderheit im Plot.

Clare ist bei ihrem ersten Treffen 6 Jahre alt, während Henry 36 Jahre alt ist. Zum Paar werden sie aber erst, als Clare 20 und Henry 26 ist. Klingt verwirrend? Ist es eigentlich gar nicht. Henry wurde mit einem genetischen Defekt geboren, der ihn veranlasst, immer wieder ungewollt und unkontrollierbar durch die Zeit zu reisen.

Das ist es, was die Geschichte der beiden so besonders macht. Einerseits verlängert es die Zeit, die sie einander kennen, andererseits ist es aber auch sehr gefährlich, denn Henry weiß nie, wann es das nächste Mal so weit sein wird und wo und wann er landen wird. Er weiß nur, das er splitternackt sein wird und versuchen muss, in einer fremden Zeit an einem fremden Ort zu überleben, damit er letzten Endes zu Clare zurück kommen kann.

Das Buch ist toll geschrieben. Zu Beginn ist es vielleicht ein wenig verwirrend, bis man die Zeitabfolge versteht aber das gibt sich sehr schnell und dann wird man völlig von der Geschichte aufgesogen. Audrey Niffenegger hat eine wirklich gute Balance aus lustigen, schönen, spannenden und auch traurigen Momenten geschaffen.
Mit jeder Etappe im Leben der beiden sieht man, wie sie sich weiter entwickeln, wie sie sich verändern und wie die besonderen Umstände ihrer Beziehung ihnen manchmal helfen, aber auch häufig einen Strich durch die Rechnung machen.

So erzählt klingt das Buch gar nicht übermäßig spannend. Aber die ganzen Kleinigkeiten, die die Geschichte ausmachen lassen sich einfach nicht erzählen. Die muss man selbst heraus finden.

Alles in allem äußerst empfehlenswert und nicht nur ein klassisches „Mädchenbuch“.

_______________________________________

[EDIT]: Oder aber, wie es der NDR sagt:

Die Geschichte vom Time-Traveller Henry ist eine wunderbare poetische und philosophische Meditation über die Relativität von Raum und Zeit. Vor allem aber auch eine Apotheose der einzigen, der wahren, der romantischen Liebe, einer Liebe, die alle Zeitsprünge überdauert, bis ins Alter und über den Tod hinaus. „Die Frau des Zeitreisenden“ von Audrey Niffeneggers ist bei Fischer erschienen.

[EDIT 2]: Was bitte ist eine Apotheose und wer denkt sich so was aus?

[EDIT 3]: Aha 

—————-
Now playing: Eva Cassidy – I Know You By Heart
via FoxyTunes

Buchbesprechungen

Bücher – was will man dazu sagen? Bücher sind toll. Das habe ich schon früh erkannt. Meine erste lange Lesenacht, hatte ich irgendwann zu meiner Grundschulzeit mit dem Dolly-Gesamtsammelband. Immer mit der Angst im Nacken, von meinen Eltern erwischt zu werden – am nächsten Tag war schließlich Schule.
Wo andere Kinder mit Süßigkeiten oder Fernsehzeit bestochen werden mussten, reichte es völlig, mir das nächste Buch einer Serie in Aussicht zu stellen, damit ich brav war.
In den Büchereien ringsum war ich Stammgast, die Kinderabteilung in der einen hatte ich komplett, die der anderen zu ¾ durch und ich gehörte zu den wenigen, die fast jede Pflichtlektüre in der Schule tatsächlich (meistens sogar mit Freude/Interesse) gelesen haben.
Inzwischen wird unser Wohnzimmer von 2 ½ Billies dominiert und im Gang ist grade ein weiteres hinzugekommen. Was will man machen? Auch Bücher haben ein Recht auf stilvolle Unterbringung…
Grundsätzlich gilt und galt für mich noch heute: Lesen kann man fast überall. Drinnen, draußen, sitzend, liegend, stehend, notfalls auch gehend. Auch andere, nicht übermäßig anspruchsvolle Tätigkeiten lassen sich ganz einfach durchführen, so lange man nur eine funktionierende Buchklemmtechnik hat, um die Hände freizuhalten. Hörbücher machen das Ganze noch einfacher, sind aber trotzdem nicht ganz so toll.

So weit die Entwicklung meiner Karriere als Buchling. Und da die Autorenwelt weder ruht noch rastet, werde ich in absehbarer Zeit wohl nicht davon loskommen. Nicht, dass ich das wollte. Stattdessen werde ich mittels dieses Blogs lieber weitere unschuldige Seelen in den Sog von Literatur und Groschenromanen reißen und hier die tollsten aller tollen Bücher vorstellen. Rein Subjektiv natürlich.

—————-
Now playing: Imogen Heap – Hide and Seek
via FoxyTunes

Tenacious D

Grundsätzlich würde ich mich ja nicht als langsam bezeichnen. Normalerweise bin ich eher die, die anfängt, von einem Bein aufs andere zu hüpfen, wenn es irgendwo nicht schnell genug geht.
Aber gelegentlich brauche ich dann doch manchmal ein bisschen länger, bis das ein oder andere auf meinem Radar erscheint.

Musikalisch zum Beispiel tauche ich zum Beispiel gelegentlich strahlend mit einer Neuentdeckung auf, nur um dann zu erfahren, dass es die ja schon ewig gibt und dass sie jeder außer mir kennt. Was aber grundsätzlich nichts zu sagen hat, denn nur weil es eine Band seit einer ganzen Weile gibt, werden sie dadurch nicht schlechter.

Und damit komme ich auch schon zum Grund für meinen Post: Tenacious D. Ich habe mit Erschrecken festgestellt, dass ich diese Band jahrelang übersehen und überhört habe. Schande über mich und das deutsche Radioprogramm.

Tenacious D ist für mich die ultimative Geile-Musik-Brüller-Texte-wir-haben-einfach- Spaß-Band schlechthin. Und musikalisch weit vor dem meisten, was so im Radio rauf und runter dudelt. Die Lieder sind die ultimativen Gute-Laune-Macher.

Wem die Band nichts sagt, der wird zumindest den Sänger kennen: Jack Black (bekannt aus School of Rock, High Fidelity oder King Kong). Und wer denkt, dass singende Schauspieler unterste Schublade sind, der muss hier erst mal rein hören. Meine Highlights sind Tribute, Fuck her Gently (Achtung, Flash-Vid, fängt gleich an, im Büro erst die Lautstärke runterdrehen. 😉 ) und Wonderboy.

Anfang des Jahres war ein Tenacious-D-Film im Kino „The Pick of Destiny“. Leider habe ich ihn noch nicht gesehen aber er steht ganz oben auf meiner „DVDs-die-ich-noch-sehen-muss-Liste“. Schon alleine der Anfang des Films rockt wie Schnitzel:

Und bilde ich mir das nur ein oder ist der Kleine ganz offensichtlich ein Klon von Jack Black?

Konzertgigantismus

Gestern Abend war ich, halb krank, auf dem Konzert von Submarien, dass auch gleichzeitig die Abschlussarbeit der Studioproduktion Event an unserer Hochschule war. Das bedeutet: Lightshow und Installationen im ganz großen Stil. Ich weiß nicht genau, für wieviel Geld da Licht- und Soundanlagen auf der Bühne standen (geliehen natürlich) aber ich weiß sicher, dass sie alleine für die Versicherung für das eine Konzert hart am Bankrott vorbeigeschrammt sind.

Und was will ich sagen: Es war es definitiv wert.
Die Band war besser denn je, die Lightshow war der Hammer und die Video- und Lichtinstallationen haben noch mal extra Atmosphäre geschaffen.

Und was lernen wir daraus?
1. Submarien haben völlig zu Recht den deutschen Rockpreis 2006 gewonnen.
2. Die Investition in meinen Gehörschutz hat sich gelohnt.
3. Ich will so einen LED-Vorhang für mein Wohnzimmer!

Bilder folgen.

Hier ein Video von einem früheren Auftritt:

[Myspace]

Nachtrag: Grade stelle ich fest, dass das Konzert gestern nicht nur super war, sondern mich auch davor bewahrt hat, versehentlich Gülcans Traumhochzeit auf Pro7 anzuschauen. Danke, Submarien!

Jojo hatte da leider weniger Glück. Gut, dass er auch ohne Kopf noch richtig gut zeichnen kann…

Männer…

Erst einen auf dicke Hose machen und dann doch zu ihrer Freundin gerannt gekrochen kommen. 😉

(WIeso muss ich grade an „Eine schrecklich nette Familie“ denken? „Marcy, ich hab Seife im Auge…“)

Wenigstens einer sagt zeichnet, wie es wirklich läuft:

Jojo hat es mal wieder sehr geil auf den Punkt gebracht.