Stuttgart

Street Art

Streetart Harry GelbJaja, ich weiß. Stuttgart ist nicht Berlin. Auch wenn der Prenzlauer Berg vermutlich nächstes Jahr als offizielle Stuttgarter Enklave anerkannt wird.

Nichtsdestotrotz finde ich, dass es auch hier einen Haufen kreative Leute gibt. Drum frag ich mich manchmal, warum man auf der Straße so wenig Street Art findet, abgesehen vom ein oder anderen mehr oder minder liebevoll gemachten Graffiti und ein paar Bebberla auf Straßenschildern.

Gibt es die vielleicht, aber sie werden bei der Kehrwoche direkt wieder abgewaschen/ abgeknibbelt oder überpinselt?

Zumindest ist mir in unserem kleinen Großstädle noch kein Hauswand-Space-Invader begegnet. In anderen (großen) Großstädten hängen die gefühlt an jedem Eck.

Aber immerhin: Eine mir bisher unbekannte Reihe Streetart-Kunstwerke habe ich jetzt kürzlich entdeckt. Das oben gezeigte ist eines von zweien, die mir bisher im Kessel begegnet sind. Hängt unten am Charlottenplatz-Hochhaus. Und das andere, wenn ich mich richtig erinnere, beim Landgericht.

Und wenn ich die Zahlen richtig deute ist es Nummer 12 von 30 in einer limitierten Auflage. Im Museum würde man wohl sagen: „Mixed Media“ also Bebber, Farbe und Sprühfarbe. Mal schauen, wie viele der 30 ich finden kann. Falls ihr welche kennt, sagt Bescheid.

Gefällt mir.

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Auftritt, Partytime!

Soooo. Zeit für schamlose Eigenwerbung. Ich glaube nicht, dass ich es hier schon erwähnt habe. Aber ich singe neben der Bloggerei und ein bisschen Arbeit noch in einer Band. Das Ganze ist nur hobbymäßig, aber nichtsdestotrotz mit hohem Qualitätsanspruch.

Wir heißen Funkaholic und der Name ist Programm: Wir covern Funk & Soul aus allen Jahrzehnten. Alles, was uns und unserem Publikum Spaß macht.

Lange war’s ein wenig still um uns. Aber am 2.10. treten wir endlich wieder in Stuttgart auf. Um 20:30 geht’s im Merlin im Westen los. Der Eintritt kostet 10 Ocken und ist jeden cent wert, wenn ich das mal selbst behaupten darf. 😉

Zeitlich optimal gelegen, um sich bei uns warmzutanzen, das ein oder andere Bierchen zu kippen und hinterher zu den bekannten Nightlife-Hotspots weiterzuziehen.

Wer also einfach Lust auf Party hat, auf Funk & Soul-Musik steht und/oder schon immer wissen wollte,  ob ich besser singe als schreibe, ist herzlich willkommen.

Mehr zu uns gibt’s auf Facebook , da könnt Ihr auch Freunde von uns werden, oder auf Funkaholic.net

Funkaholic im Merlin, 02.Oktober 2010, 20:30, Augustenstr. 72

Verschenkmarkt Stuttgart

Grade habe ich entdeckt, dass die Stadt Stuttgart einen Verschenkmarkt hat.

Bezeichnenderweise wird es auf der Abfallspiegel-Seite geführt. Ein erstes Durchblättern sagt mir nämlich, dass vieles davon besser auf dem Sperrmüll aufgehoben wäre. Nichtsdestotrotz: Vielleicht sind ja tatsächlich auch einige nützliche Sachen dabei. Vor allem, wenn man handwerklich geschickt ist, könnte man Glück haben.

Wer mal nachschauen mag: Hier geht’s lang

Jetzt mal ernsthaft…

Ich hab mir eine ganze Weile überlegt, ob ich zu Stuttgart 21 etwas schreiben soll oder nicht.

Eigentlich sollte sich mir diese Frage nicht stellen. Ich lebe hier, ich arbeite hier und darf natürlich und zum Glück meine ganz eigene Meinung zu jeden Thema haben und frei darüber reden und schreiben.

Doch bevor man sich zu diesem speziellen Thema äußert muss man sich die berechtigte Frage stellen: Will ich meine Hand wirklich in dieses Wespennest stecken? Denn dieses eine Thema bringt die Stimmung im Kessel zum kochen wie kaum ein anderes.

Kommt der neue Bahnhof oder kommt er nicht? Und wer hat das zu entscheiden? Ist es noch eine Demokratie, wenn es ohne die Bürger direkt zu fragen, von den (demokratisch gewählten) Volksvertretern entschieden wurde? Diese und viele andere Fragen werden grade allenthalben auf der Straße, in Blogs, auf Twitter, auf Facebook, in Schulen und Büros, eigentlich überall in Stuttgart diskutiert.

Was die Lautstärke, Präsenz und Vehemenz auf der Straße und in den Medien angeht, scheinen die Gegner von S21 tatsächlich in der Mehrheit zu sein. Andererseits, wenn ich mich so in meinem persönlichen Umfeld umschaue: Ich kenne persönlich gar nicht so viele die dagegen sind. Dafür aber ganz viele Menschen, denen es relativ egal ist. Oder die sich nicht entscheiden können, ob sie das Projekt nun gut finden oder nicht. Oder die einfach der Meinung sind, dass der Zug eben doch schon abgefahren ist. Zu dieser großen „grauen“ Gruppe zähle ich mich auch.

Aber von uns hört man nichts. Warum auch. Wir haben eigentlich nichts zu sagen, sondern bleiben bei diesem Thema still auf der Zuschauerbank.

Und klar sind die Gegner laut. Müssen sie ja. Sie haben ein Ziel und ihre Chancen das zu erreichen stehen momentan eher schlecht. Bleibt ihnen nur, noch lauter zu trommeln. Und Trommeln sollen sie wegen mir gerne. Für mehr Demokratie, für die Bäume im Schlosspark und gegen S21, wenn das ihre Meinung ist.

Aber dann bitte ich euch, liebe S21-Gegner: Wenn Ihr mehr Demokratie wollt, dann lasst auch die anderen Meinungen gelten. Einige von euch, und ich weiß, es sind wahrscheinlich nur einige wenige, machen den gleichen Fehler, den ihr auch den Verantwortlichen von Stuttgart 21 vorwerft.

Wenn ein Bauzaunverleiher mit Hassmails zugespammt wird, nur weil seine Zäune für S21 gemietet wurden. Wenn Menschen in Kommentaren, im Park oder auf der Straße angefeindet werden, weil sie nicht gegen S21 Stellung beziehen wollen oder gar dafür sind. Und wenn Menschen Gewalt angedroht wird, weil sie für etwas stehen, was man selbst nicht möchte…

Dann ist euch die Meinung eurer Mitbürger und das Recht auf freie Meinungsäußerung leider offenbar genau so wenig wichtig, wie den Herren da oben. Und das geht mir entschieden zu weit.

Gestrandet auf der Königstraße

Wobei gestrandet eigentlich das falsche Wort ist.  Ein Südseestrand wäre mir definitiv lieber gewesen.

Da will man nur mal schnell ein bisschen Zeug in der Mittagspause erledigen und was passiert? Im Himmel gibt es einen massiven Wasserrohrbruch und man hängt mitten auf der Königstraße unterm Dächle vom Hafendörfer fest.

Gut, es hätte schlimmer kommen können. Da gab’s immerhin frische Backwaren, was zu trinken, ein Dach überm Kopf… Aber gemütlich ist anders. Vor allem, wenn man eigentlich schon wieder zurück sollte. Und vor allemsten, wenn es Ende Juli ist und eigentlich Sommer sein sollte.

Soulyla @ Erdgeschoss

Wer hier öfters mal liest, weiß inzwischen schon, dass ich großer Fan der Stuttgarter Band Soulyla bin. Gestern Abend sind die fünf im Ergeschoss auf der Theo aufgetreten. Unplugged. Die letzten Male hab ich das leider verpasst aber dieses Mal hat es geklappt.

Es war nicht ganz so voll, was für die Band ein wenig schade aber für mich zum fotografieren ganz praktisch war.

Musikalisch war es wie immer top. Wer Soulyla noch nicht kennt, sollte unbedingt auf http://www.myspace.com/Soulyla reinhören und kann dann im Anschluss auf facebook Fan der Band werden.

Die restlichen Fotos gibt es auf Flickr.

Die Fliege

Ich bin ja grundsätzlich großer Fan von gut gemachter Werbung. Vor allem die Ideen, die den normalen Rahmen sprengen, find ich toll. Virals, Guerilla Marketing, Ambient, you name it (um mal im denglish Werbesprech zu bleiben).

Aber die Idee? Überlebensgroßes ekliges Krabbelzeug an einem Baugerüst? Und das vor dem Frühstück und dem ersten Kaffee? Wirklich nicht.