Musik

Auftritt, Partytime!

Soooo. Zeit für schamlose Eigenwerbung. Ich glaube nicht, dass ich es hier schon erwähnt habe. Aber ich singe neben der Bloggerei und ein bisschen Arbeit noch in einer Band. Das Ganze ist nur hobbymäßig, aber nichtsdestotrotz mit hohem Qualitätsanspruch.

Wir heißen Funkaholic und der Name ist Programm: Wir covern Funk & Soul aus allen Jahrzehnten. Alles, was uns und unserem Publikum Spaß macht.

Lange war’s ein wenig still um uns. Aber am 2.10. treten wir endlich wieder in Stuttgart auf. Um 20:30 geht’s im Merlin im Westen los. Der Eintritt kostet 10 Ocken und ist jeden cent wert, wenn ich das mal selbst behaupten darf. 😉

Zeitlich optimal gelegen, um sich bei uns warmzutanzen, das ein oder andere Bierchen zu kippen und hinterher zu den bekannten Nightlife-Hotspots weiterzuziehen.

Wer also einfach Lust auf Party hat, auf Funk & Soul-Musik steht und/oder schon immer wissen wollte,  ob ich besser singe als schreibe, ist herzlich willkommen.

Mehr zu uns gibt’s auf Facebook , da könnt Ihr auch Freunde von uns werden, oder auf Funkaholic.net

Funkaholic im Merlin, 02.Oktober 2010, 20:30, Augustenstr. 72
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Soulyla @ Erdgeschoss

Wer hier öfters mal liest, weiß inzwischen schon, dass ich großer Fan der Stuttgarter Band Soulyla bin. Gestern Abend sind die fünf im Ergeschoss auf der Theo aufgetreten. Unplugged. Die letzten Male hab ich das leider verpasst aber dieses Mal hat es geklappt.

Es war nicht ganz so voll, was für die Band ein wenig schade aber für mich zum fotografieren ganz praktisch war.

Musikalisch war es wie immer top. Wer Soulyla noch nicht kennt, sollte unbedingt auf http://www.myspace.com/Soulyla reinhören und kann dann im Anschluss auf facebook Fan der Band werden.

Die restlichen Fotos gibt es auf Flickr.

Mit Soulyla in der Kiste

Am 20.März stand mal wieder ein Soulyla-Gig ins Haus. Genauer gesagt, in die Kiste. Selbige war auch rappelvoll. (Den „es-rappelt-in-der-Kiste-Witz“ darf sich jetzt jeder selber denken). Ich hab wieder fleißig fotografiert, auch wenn ich dieses Mal nicht die einzige Fotografin und definitiv die mit dem kleinsten (und sicher auch günstigsten) Objektiv war. Aber, wie wir alle wissen kommt es nicht auf die Länge an.  🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Insgesamt hab ich dennoch weniger Fotos als sonst gemacht. Was ich aber gar nicht schlimm fand. Schließlich komme ich vor allem wegen der Musik. Und die war wie immer grandios. Es war sogar ein extra-langer Gig, gestreckt mit ein paar wunderbaren Coverstücken, die sehr schön ins Set gepasst haben.

Und da wars dann leider auch schon wieder rum.

Ach ja, der Grund, warum der Gig dieses Mal länger war?

Toby hatte Geburtstag.

Also gab es Luftschlangen und Kuchen.

Und Geburtstagshütchen. Für alle auf der Bühne.


Trash Vinyl

Grad hab ich bei Kessel.tv von der neuen SOKO Stuttgart-Folge heute Abend gelesen. Diesmal im Rapper-Milieu. Mord im Jugendhaus. Und eine Gang namens Street Vinyl. Kann man von halten, was man will.

Eins ist ziemlich sicher: Die Sendung heute Abend wird ohne mich statt finden. Soko Stuttgart hab ich bei der ersten Folge eine Chance gegeben, aber ganz ehrlich: Gäääähn. Krimis sind eh nicht meins. Auch Tatort lockt mich nicht hinterm Ofen vor.

Aber dank meiner Eine-Episoden-Episode wusste ich immerhin, wovon die StZ und vor allem die Bildzeitung sprachen, als sie angefangen haben, wild über Zusammenhänge zwischen dem Mord im Stuttgarter Süden und dem Plot dieser ersten Soko-Folge zu spekulieren. Was davon zu halten ist, ist wiederum ziemlich eindeutig.

Aber ich schweife ab. Eigentlich musste ich bei „Street Vinyl“ in erster Linie dran denken, dass ich noch das folgende Foto posten wollte:

Die lagen bei uns heute morgen im Mülleimer vorm Haus. Da hat offenbar jemand seine Plattensammlung ausgemistet. Ich hab nicht drin rumgewühlt, kann also nicht sagen, was sonst so dabei ist. Plattenspieler hab ich auch keinen und damit keine Verwendung.

Aber irgendwie ist das nicht richtig. Ist wie Bücher wegschmeißen: Da sträubt sich alles in mir. Egal wie gut oder schlecht.

Das hier ist übrigens die oberste Platte.

Falls jemand Interesse hat, sagt Bescheid, dann zeig ich euch in welchem Mülleimer ihr nachschauen müsst.

Soulyla on the rocks, live @ Merlin, Stuttgart

Am Freitag gab es im Merlin, im Stuttgarter Westen wieder was zu sehen. Im Rahmen von „Step-In“ traten Soulyla on the rocks auf. Nachdem die Band schon seit langem zu meinen Lieblingsbands gehört, war es eine schöne Gelegenheit, sie mal wieder live zu sehen.

Soulyla, das sind:

Susanne

Nico an der Gitarre


Toby an den Tasten.

Marco an Drums und Cajon.


Und diesmal aushilfsweise der Jööööns am Bass.


Mehr Bilder nach dem Sprung. Weiterlesen

Royal Rodeo live.

Am Samstag hatte ich endlich mal wieder die Zeit und Gelegenheit, Royal Rodeo, meine Lieblings-Rocker, live zu sehen. Sie sind gemeinsam mit zwei anderen Bands im Club Zentral aufgetreten.

Obwohl ich ein wenig angeschlagen war, wollte ich mir das nicht entgehen lassen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Jungs haben mal wieder gerockt wie Schnitzel.

Als ich, leider ein wenig zu spät, im Club Zentral aufgeschlagen bin, ging es dort schon rund.

Dann hat die EnBW in der ganzen Straße erst mal den Strom kaputt gemacht. Also gab es eine kleine unfreiwillige Pause.

Aber als es dann endlich weiter ging…

…waren die Jungs aber mindestens so gut drauf wie vorher.

War mal wieder eine geile Show.

Launiges Lauschen

Und damit der Tag trotz allem Einkaufs-Ärger gut Endet hier noch eine Empfehlung:

Gute Laune im Audioformat gibt es von den Wise Guys. Ihr Lied „Sonnencremeküsse“ habe ich im Trailer für „Märzmelodie“ entdeckt und seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen.

In den letzten Tagen war dieses Lied morgens für meine unverschämt gute Laune trotz Regenwetter, früh-Aufstehen-müssens und mangelnder Arbeitsmotivation verantwortlich.

Singen für eine bessere Welt.

Nein, es geht in diesem Post nicht um die Sternsinger, die grade wieder um die Häuser ziehen. Auch wenn die Überschrift schön passen würde…

Diese Woche bietet der Focus eine Liste mit 44 Dingen, die das Leben schöner machen.

Auf Platz 40: „Singen Sie sich gesund und glücklich.“ Eine Aussage, die, auch ohne wissenschaftlichen Beweis wohl jeder unterschreiben kann, der gerne singt. Aber es ist laut Focus sogar nachgewiesen, dass durch Singen nicht nur Glückshormone ausgeschüttet, sondern auch die Abwehrkräfte gestärkt werden. Das ist doch prim, oder? Und ich gehe jetzt einfach nochmal einen Schritt weiter:

Wenn mehr Menschen singen würden, wäre unsere Welt ein besserer Ort.

Davon bin ich überzeugt.

Wie ich darauf komme? Schauen wir uns doch mal um. Woher kommt unsere Gereitztheit im Alltag? Weshalb streiten wir uns?
Die meisten von uns wohnen auf relativ engem Raum nebeneinander und miteinander. Damit das funktionieren kann, regulieren wir uns, schränken uns ein, nehmen uns zurück. Dazu kommen meistens noch andere Faktoren, die wir oft nicht beeinflussen können.

Das drückt aufs Gemüt, schlägt auf den Magen oder äußert sich in völlig irrationalen und überzogenen Realtionen. Manchmal wird es einfach zu viel, dann platzt es aus einem heraus. Man streitet sich, man brüllt, manche werden sogar gewalttätig und hinterher tut es einem oft genug leid.

Und jetzt mal ehrlich: Wer hat sich noch nie gewünscht, einfach mal so laut wie möglich zu schreien, den ganzen Frust rauszubrüllen? Nur wo macht man das? Hat man keinen schalldichten Raum zur Hand, wird es schwierig. Im besten Fall halten einen die Nachbarn nur für seltsam, im schlimmsten rufen Sie die Polizei (auch abhängig von der Art des Schreis, vermute ich mal).

Und wer von uns kennt nicht das gute Gefühl, einfach richtig tief durchzuatmen, sich den Kopf mit Sauerstoff vollzupumpen und mit einem tiefen Seufzer die Luft wieder rauszulassen? Und das bitte ohne, dass man gleich gefragt wird, was denn so schwer sei. Ich will mich nicht erklären und meine Seufzer sind keine Aufforderung zum Gespräch sondern eine Therapie in sich.

Und genau hier kommt das Singen ins Spiel. Versteht mich nicht falsch: Ich finde Singen und Musik auch so schon wunderschön. Ich möchte sie hier nicht auf einen reinen physiologischen Nutzen reduzieren. Aber man pumpt beim Singen dennoch so viel Luft durch den Körper, wie man es sonst nur durch Sport schafft. Und man hat eine Möglichkeit, seinen Emotionen freien Lauf zu lassen.

Musik entsteht aus Emotionen und sie weckt Emotionen. Warum liegt denn unter jedem Film Musik? Warum kann ein und dieselbe Filmszene nur durch unterschiedliche Musikuntermalungen grundverschieden sein? Weshalb waren es keine Verhandlungen, sondern ein Weihnachtslied, dass im ersten Weltkrieg für einen kurzen Frieden an der Front gesorgt hat?

Warum lieben so viele Menschen Musicals und Opern? Warum wirkt plötzlich alles anders, nur weil aus der Ferne Klaviermusik zu hören ist? Und warum reagieren schon Babys und Kleinkinder viel intensiver auf Gesang als auf eine Sprechstimme?

Mit Musik kann man, ohne zwingend laut werden zu müssen, seine Gefühle voll ausleben. Musik kann zu Tränen rühren oder einfach nur Freude zeigen. Man kann aus Liebe singen oder seinen Ärger loswerden und all das auf eine – sagen wir – gesellschaftlich legitimierte Weise.

Oft hört man, man soll eine Nacht über eine Entscheidung schlafen, bevor man eine Dummheit macht. Oder bis 10 zählen. Oder heulen. Oder eine Runde um den Block laufen, um den Ärger los und einen klaren Kopf zu bekommen. Ich sage: Singt!

Warum sollte man sich nicht einfach die Wut aus dem Bauch singen? Das funktioniert zugegebenermaßen nicht mitten im Gespräch, aber ganz prima, wenn man sich zum Beispiel über etwas ärgert, was eh schon passiert und nicht mehr zu ändern ist. Aus persönlicher Erfahrung kann ich dafür übrigens „Hedonism“ oder „Weak“ von Skunk Anansie empfehlen, aber generell darf sich da natürlich jeder aussuchen, was ihm gefällt und hilft.

Bleibt nur die Frage, woher ich das wissen will. Grundsätzlich beruht vieles von dem was ich geschrieben habe natürlich auf meinen eigenen Erfahrungen. Singen macht mich glücklich. Singen macht mich ausgeglichen. Je mehr, desto besser, je lauter, desto noch besser.

Zudem sind einige der tollsten, nettesten Menschen, die ich kennengelernt habe, große Musikfans, die auch selbst Musik machen. Nicht alle davon singen. Ich schätze mal, ein Instrument zu spielen, hat einen ähnlichen Effekt. Aber nicht jeder hat Zeit und Geld ein Instrument zu lernen. Aber die meisten haben funktionierende Stimmbänder. Ich habe wenige Menschen getroffen, die gar nicht singen können.

Manche treffen jeden einzelnen Ton, andere suchen vielleicht länger. Manche Stimmen sind voller, andere dünner, manche hoch, manche tief. Vieles, an dem Menschen ihre „Unfähigkeit“ zu Singen festmachen ist nur eine Frage der Übung.
Aber bei den meisten Menschen scheitert es am Mut. Denn was ich vorher als Vorteil genannt habe, kann auch ein Nachteil sein: Beim Singen gibt man viel von sich preis. Darum fällt es den meisten Menschen auch einfacher, vor fremden Menschen zu reden, als vor ihnen zu singen. Und ein „Du kannst nicht singen“ trifft oft härter als so manch andere Beileidigung.

Aber ich verlange hier auch von keinem, sich auf eine Bühne zu stellen. Singt im Auto. Singt unter der Dusche. Von mir aus auch unter der Bettdecke. Ihr singt in erster Linie für euch selbst. Aber wenn ihr euch traut, geht raus.

Singt in einem Chor. Singt mit Freunden. Gründet eine Band. Schert euch nicht darum, was selbst ernannte coole Leute davon halten. Singt euren Kindern Lieder vor und singt mit ihnen. Gebt ihnen neben all den anderen wichtigen Dingen im Leben auch die Liebe zur Musik mit. Und das Selbstvertrauen, selbst Musik machen zu können.

Und zum Schluß habe ich doch noch einen kleinen Beleg für meine Theorie. Nicht wissenschaftlich, aber historisch. Ein altes Sprichwort sagt nämlich:

Wo gesungen wird, da lass Dich nieder. Böse Menschen kennen keine Lieder.

In diesem Sinne: Singt!

Bewegende Balladen

Normalerweise bevorzuge ich rege Abwechslung in meinem Musikmix. Aber seit einiger Zeit dominiert hier eine Künstlerin die in Deutschland leider noch viel zu unbekannt ist: Vienna Teng, die mir vor noch gar nicht so langer Zeit empfohlen wurde. (Danke, übrigens Chris!!!) Ihre Musik lässt sich schwer einordnen. Ehrlich gesagt habe ich es auch nicht so mit Musikrichtungen. Ich kann sie, abgesehen von ein paar ganz offensichtlichen Überkategorien (Pop, Rock, Klassik, Country) nicht auseinander halten.

Bei mir jedenfalls fällt sie einfach nur in die Kategorie „unglaublich gut!“. Und nachdem ich das Konzert in Stuttgart, dass Magda entdeckt hat (auch hier danke!), leider nicht besuchen konnte, hab ich es mir nicht nehmen lassen, gestern Abend das letzte Konzert ihrer Deutschland Tour im Tollhaus in Karlsruhe zu besuchen.

Und es war den Aufwand definitiv wert. Vienna ist live einfach toll. Sie hat diese unglaubliche, perfekte Stimme, die in dem sehr reduzierten aber völlig ausreichenden Arrangement aus Klavier, Geige, Cello und Percussion perfekt zur Geltung kommt. Ich könnte jetzt an dieser Stelle noch erwähnen, dass alle Mitglieder der Band auch mitsingen oder erzählen, wie vielseitig die Stücke und wie begabt die Musiker sind. Aber ich bin jetzt schon unzufrieden mit dem bisherigen Text. Ich bezweifle auch, dass ich der Musik durch meine Beschreibung gerecht werden kann. Dazu muss man schon ein besserer Schreiberling sein als ich.

Vielleicht bewegt sie auch nicht jeden so wie mich. Aber sie berührt ganz genau den einen Punkt in mir, der mich zur Ruhe kommen lässt. Egal, was gerade um mich herum in meiner Welt passiert. Und das ist etwas, das nicht viele Künstler schaffen.

Und wer jetzt wissen will, wovon ich hier genau rede: Auf ihrer Homepage http://viennateng.com/ gibt es nicht nur Infos, sondern auch Hörproben. Und im Live Music Archive gibt es einige Ihrer Konzerte. Mein momentaner Favorit ist der Mitschnitt aus Bremen (link).

Ich muss ja sagen, ich würde ihr den weltweiten Erfolg wirklich gönnen. Aber es hat auch seinen ganz eigenen Charme, ein Konzert in kleinen Hallen und Clubs zu besuchen. Ich hoffe, sie noch oft aus dieser Nähe sehen zu können.

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Now playing: Vienna Teng – Homecoming
via FoxyTunes

Getting out of a taxi the other day
My heart fell out of my backpack and into a puddle
And so my chest was empty but it felt OK,
I just fished out the pieces and walked away into

Nowhere and Everywhere
Nowhere and Everywhere
Nowhere and Everywhere
At the same time…

Michelle Lewis – Nowhere & Everywhere

Manchmal hab ich das Gefühl, ohne Herz wäre alles einfacher.