Spass

Anger management

Soll noch einer behaupten, im Internet kann man nichts für seine persönliche Entwicklung lernen.

Grade habe ich via Neatorama [Link] die Seite „Hyperbole and a Half“ [Link] gefunden.  Allie die Autorin ist ein selbst erklärter Rechtschreibungs-Freak, wie man sie im Social Web immer mal wieder findet.

Anstatt sich aber wie andere in den Kommentaren ausführlich drüber auszulassen, wie dies oder jenes geschrieben werden sollte, hat sie ihre ganz eigene Technik entwickelt, mit der Rechtschreib-Schlamperei im Internet umzugehen.

Ihr Lieblings-Ärger-Sujet ist das Zusammenziehen von „a lot“ zu „alot“.  Und um sich nicht mehr drüber ärgern zu müssen, hat sie kurzerhand das Alot erfunden. Eine Mischung aus Bär, Yak und Mops. Und es kann alles besser. Grandios!

Ein Besuch auf ihrem Blog lohnt sich auf jeden Fall!

Und Mama hatte doch Recht…

Liebe Kinder,
eure Mama hat euch sicherlich schon mal erklärt, dass Alkohol ganz schlecht für euch ist, oder? Dass bei jedem Rausch ganz viele Gehirnzellen absterben und ihr deswegen (und weil ihr noch zu klein seid) keinen Alkohol trinken dürft.

Und ihr habt ihr nicht geglaubt?

Jetzt hab ich den Beweis: Alkohol macht dumm. ist schuld, wenn man mit Mitte 40 immer noch nicht richtig schreiben kann.

(Blieb gestern im Rewe an der Kasse liegen, weil der Besitzer beide Hände gebraucht hat, um seinen Alkohol heim zu tragen.)

Tratschender Toast

Gerade über die Schnellschuss-Links vom Werbeblogger entdeckt:

Ein Notiztoaster. Was oben draufgeschrieben wird, wird auf dem Toast eingebrannt:

notiztoast.jpg
(Image: http://www.yankodesign.com/index.php/2007/09/06/honey-i-left-it-on-the-toast/)

Scheint zwar nur ein Konzept zu sein. Aber wenn es realisiert werden würde, täten sich plötzlich unendlich viele Möglichkeiten auf:

Ein neuer Start von Mission Impossible: „Ihr Auftrag, sollten Sie ihn übernehmen […] Diese Nachricht werden Sie in wenigen Sekunden selbst zermalmen.“

Ehefrauen werden nicht mehr bei Lippenstiftspuren am Kragen misstrauisch, sondern bei Krümeln auf dem Revers. (Hat er gerade eine geheime Nachricht seiner Geliebten verschwinden lassen?)

Eine neue Spickzettelkultur in der Vesperdose entsteht („Klaus-Peter, Du schummelst! Das gibt eine 6!“ – „Bemeischn schie mihsch dosch.) und nur ein unachtsamer Bissen kann die Handlung einer Soap ein ganzes Jahr lang dominieren:

Möglicher Einstiegsdialog: „Und, hat sie Dir Ihre Nummer dagelassen?“ – „Ja, sie hat sie auf dem letzten Frühstückstoast eingebrannt. Ist das nicht romantisch..? Sag mal, was isst Du da eigentlich?“

Und schon kann es los gehen. Jetzt gibt es Raum für Streit, Versöhnung und weitere Dramen.
Die WG-Katze kann die Atmosphäre aus Anschuldigungen, tränenfeuchter Luft und verbranntem Toast nicht länger ertragen und flieht mit einem gewagten Sprung aus dem Fenster.

Eine wilde Suche nach Katze und Traumfrau beginnt. – Natürlich erfolglos. Im Gedränge in der (in Soaps immer vorhandenen) Stammkneipe verfehlen Sie sich mehrfach nur knapp, die umherstreunende Katze tritt in der Zwischenzeit eine kleine Nebenhandlung los, die einen anscheinend skrupellosen aber eigentlich doch gutherzigen Tierfänger, eine engagierte aber sehr naive Tierschützerin in einer Liebesszene zwischen Müllcontainern vereint und auch nochmal 3 Wochen Sendezeit füllt.

Letzten Endes finden Sie sich natürlich doch noch. Aber es wird noch dramatisch: Sie hat eine Katzenhaarallergie, fällt aufgrund der WG-Katze, die sich bei ihr versteckt in ein Koma, er findet sie im Krankenhaus, bricht zusammen, sie wird von seinen heißen Tränen aus dem Koma auferweckt, will aber nicht mit ihm reden, denn er hat ja nie angerufen. Der Toast essende, ungeschickte Mitbewohner hat hier seinen reumütigen Auftritt, erklärt alles und darf dafür bei der direkt anschließend statt findenden Hochzeit der Trauzeuge sein.

Auf dem Weg aus der Kirche streuen kleine Mädchen Toastscheiben, auf denen kleine Blumen eingebrannt sind. Auf der Hochzeitsfeier bekommt der Mitbewohner eine Toast-Telefonnummer von einer unbekannten Schönen verliert sie aber im Gedränge und verbringt den Rest des Tages damit, Tauben zu verscheuchen.

Und so schließt sich der Kreis, so beginnt eine neue Handlung. Und dasnur aufgrund eines Toasters.

Schöne neue Welt.

Schwatzende Schokolade

Grade hab ich was entdeckt, was ich unglaublich geil finde:
Eine Schokoladenbuchstaben-Setzkasten-Firma. Und das auch noch hier in Stuttgart. Quasi ums Eck.
Typolade

(Bild von der Seite www.typolade.de)

Endlich kann jeder auf eine sehr süße Art sagen, was er will. Und wir wissen ja alle: (Hier bitte einen beliebigen Sinnspruch zum Thema Essen und Gefühle à la „Liebe geht durch den Magen“ oder ähnliches einfügen.)

Jedenfalls ist es eine sehr nette und gleichzeitig coole Art „Danke“, „Entschuldigung“, „Ich liebe Dich“ oder auch „Frohe Weihnachten alte Nervensäge – und iss nicht so viel Süßes, das macht dick.“ zu sagen.

Ich ziehe ernsthaft in Erwägung den obligatorischen Nikolaus zu Weihnachten durch so ein Schoko-Geschenkanhängerchen zu ersetzen. Wobei meine kleine Schwester mit 7 Buchstaben dann ungleich besser wegkommt als Mama mit 4… auch nicht fair, aber das ist ein Problem, dass sich lösen lässt.

Und ach ja. Das wichtigste hätte ich fast vergessen: Zu bestellen gibt es das ganze online unter www.typolade.de.

Mehr Marke!

makemylogobigger

LOL. Wer in der Kommunikationsbranche arbeitet wird diesen link zu schätzen wissen:
Auf http://www.makemylogobiggercream.com/ findet jeder Kunde die Lösung für all das, was ihm in seinen Werbemitteln fehlt: Eine Creme, die das Logo größer macht, ein Leerflächenentferner, Störerpuder, Emotionsaufladesalbe und Neonfarbenapplikator.

Damit kehrt die Macht endlich wieder in die Hände der Kunden zurück und kein Designer kann ihnen mehr etwas von CI-Vorgaben und reduzierter Gestaltung erzählen.

Spannung, Spaß und Spekulationen

Morgen ist es ja endlich so weit. Der neue und gleichzeitig auch letzte Harry Potter kommt raus! Den Tag hab ich pauschal mal fürs Lesen geblockt, auch wenn es jemand, der nicht vom Virus infiziert ist, nicht verstehen wird.

Jedenfalls bin ich ja schon sooooooo gespannt, ignoriere aber tapfer alle Spoiler, die sich so im Internet und einem großen deutschen Boulevard-Schundblatt tummeln. Schließlich machen einen großen Teil des Spaßes ja grade die Spannung und die Spekulationen aus. Und das Wissen, dass es rund um die Welt Millionen von Menschen genau so geht.

So hätte ich auch keine Skrupel, mich um Mitternacht mit lauter verkleideten Kindern in eine Warteschlange zu stellen, um das Buch gleich als eine der ersten in der Hand zu halten. Leider habe ich in Stuttgart jedoch keine Mitternachtsaktionen gefunden. Also wird es dann eben doch halb 10 morgen früh.

Dieses Mal konnte ich mich aus Zeitgründen leider nicht so wirklich auf dem Laufenden halten, was Spekulationen und Informationen angeht. Was mich aber nicht davon abhalten soll, hier ein paar meiner persönlichen Spekulationen ins Internet hinauszuschleudern.

Also.

  1. Harry überlebt. Über was anderes diskutiere ich gar nicht erst.
  2. Snape stellt sich, trotz allem, doch als unsympathischer, aber Guter heraus. Auch wenn ich die Figur immer noch nicht mag, ich denke, alles war so mit Dumbledore abgesprochen.
  3. Snape stirbt.
  4. Voldemort auch. Ist ja auch nur konsequent, wenn man der Prophezeitung und Pubkt 1 meiner Liste folgt.
  5. Ron und Hermione werden endlich ein richtig, offizielles Paar. Des Weiteren gilt für sie das gleiche, wie für Harry, der übrigens wieder mit Ginny zusammenkommen kann, wenn Voldemort erst mal tot ist.
  6. Neville wird richtig wichtig und rettet jemanden wichtiges. Und kommt mit Luna zusammen.
  7. Das Amulett, der Horocrux, ist im Hauptquartier des Ordens, RAB war Sirius’ Bruder Regulus. Der Orden ist schon beim Aufräumen drüber gestolpert, hat es aber nicht erkannt.
  8. Peter Pettigrew soll Harry töten, kann aber nicht. Schließlich schuldet er ihm noch sein Leben.
  9. Hagrid stirbt. Ich weiß zwar nicht warum genau, aber irgendjemand von den Hauptfiguren muss ja sterben.
  10. Draco versucht irgendwie auf die Seite der Guten zu kommen, wird begnadigt und darf dann, mit Dobby als seinem Vorgesetzten, in der Küche von Hogwarts arbeiten. Oder so.