Werbe-Watschn

Ach ja, die schöne Online-Werbewelt bietet ja unendlich viele Möglichkeiten, die Werbung gezielt auf den Nutzer zu zuschneiden. Sei es, über ein Profil, dass man selbst irgendwo angelegt hat oder über das persönliche Surfverhalten. Wenn man Zeit und Muße hat, kann man sich da auch gerne und ausgiebig darüber auslassen, was das für den Datenschutz und den gläsernen Konsumenten bedeutet.

Eine der am wenigsten intrusiven Möglichkeiten ist sicherlich, den Content von Anzeigen nicht auf den einzelnen Leser, sondern auf den Inhalt der Seite abzustimmen. Das funktioniert inzwischen auch ganz automatisch über Schlagworte, die rausgepickt und mit einem passenden Produkt in Verbindung gebracht werden.

Schwierig daran ist allerdings, dass so ein Automatismus nicht unterscheidet, ob die Schlagworte in positivem oder negativem Kontext genannt werden. Da kann es dann mal passieren, dass in einem Artikel über gravierende Mängel eines Produkts geschrieben wird und nebendran für eben jenes Produkt geworben wird. Das ist dann nicht ganz im Sinne des Erfinders.

Oder es wird auch schnell mal ein bisschen makaber. Wie heute auf Stern.de:

Da wird dann aus den Schlagworten „Kanalinsel Jersey“ und „Knochen“ schon mal das hier:

Oder im Gesamtkontext (Hervorhebungen von mir):

Also ich weiß ja nicht…

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Ein Kommentar

  1. Dieses Blog gefunden und gedacht „ein interessanter Mensch“. Schade das du es nicht fortführst. Ich fand die Einträge sehr unterhaltsam!

    Grüße,

    Flo

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