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Und damit der Tag trotz allem Einkaufs-Ärger gut Endet hier noch eine Empfehlung:
Gute Laune im Audioformat gibt es von den Wise Guys. Ihr Lied „Sonnencremeküsse“ habe ich im Trailer für „Märzmelodie“ entdeckt und seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen.
In den letzten Tagen war dieses Lied morgens für meine unverschämt gute Laune trotz Regenwetter, früh-Aufstehen-müssens und mangelnder Arbeitsmotivation verantwortlich.
Nein, es geht in diesem Post nicht um die Sternsinger, die grade wieder um die Häuser ziehen. Auch wenn die Überschrift schön passen würde…
Diese Woche bietet der Focus eine Liste mit 44 Dingen, die das Leben schöner machen.
Auf Platz 40: „Singen Sie sich gesund und glücklich.“ Eine Aussage, die, auch ohne wissenschaftlichen Beweis wohl jeder unterschreiben kann, der gerne singt. Aber es ist laut Focus sogar nachgewiesen, dass durch Singen nicht nur Glückshormone ausgeschüttet, sondern auch die Abwehrkräfte gestärkt werden. Das ist doch prim, oder? Und ich gehe jetzt einfach nochmal einen Schritt weiter:
Wenn mehr Menschen singen würden, wäre unsere Welt ein besserer Ort.
Davon bin ich überzeugt.
Wie ich darauf komme? Schauen wir uns doch mal um. Woher kommt unsere Gereitztheit im Alltag? Weshalb streiten wir uns?
Die meisten von uns wohnen auf relativ engem Raum nebeneinander und miteinander. Damit das funktionieren kann, regulieren wir uns, schränken uns ein, nehmen uns zurück. Dazu kommen meistens noch andere Faktoren, die wir oft nicht beeinflussen können.
Das drückt aufs Gemüt, schlägt auf den Magen oder äußert sich in völlig irrationalen und überzogenen Realtionen. Manchmal wird es einfach zu viel, dann platzt es aus einem heraus. Man streitet sich, man brüllt, manche werden sogar gewalttätig und hinterher tut es einem oft genug leid.
Und jetzt mal ehrlich: Wer hat sich noch nie gewünscht, einfach mal so laut wie möglich zu schreien, den ganzen Frust rauszubrüllen? Nur wo macht man das? Hat man keinen schalldichten Raum zur Hand, wird es schwierig. Im besten Fall halten einen die Nachbarn nur für seltsam, im schlimmsten rufen Sie die Polizei (auch abhängig von der Art des Schreis, vermute ich mal).
Und wer von uns kennt nicht das gute Gefühl, einfach richtig tief durchzuatmen, sich den Kopf mit Sauerstoff vollzupumpen und mit einem tiefen Seufzer die Luft wieder rauszulassen? Und das bitte ohne, dass man gleich gefragt wird, was denn so schwer sei. Ich will mich nicht erklären und meine Seufzer sind keine Aufforderung zum Gespräch sondern eine Therapie in sich.
Und genau hier kommt das Singen ins Spiel. Versteht mich nicht falsch: Ich finde Singen und Musik auch so schon wunderschön. Ich möchte sie hier nicht auf einen reinen physiologischen Nutzen reduzieren. Aber man pumpt beim Singen dennoch so viel Luft durch den Körper, wie man es sonst nur durch Sport schafft. Und man hat eine Möglichkeit, seinen Emotionen freien Lauf zu lassen.
Musik entsteht aus Emotionen und sie weckt Emotionen. Warum liegt denn unter jedem Film Musik? Warum kann ein und dieselbe Filmszene nur durch unterschiedliche Musikuntermalungen grundverschieden sein? Weshalb waren es keine Verhandlungen, sondern ein Weihnachtslied, dass im ersten Weltkrieg für einen kurzen Frieden an der Front gesorgt hat?
Warum lieben so viele Menschen Musicals und Opern? Warum wirkt plötzlich alles anders, nur weil aus der Ferne Klaviermusik zu hören ist? Und warum reagieren schon Babys und Kleinkinder viel intensiver auf Gesang als auf eine Sprechstimme?
Mit Musik kann man, ohne zwingend laut werden zu müssen, seine Gefühle voll ausleben. Musik kann zu Tränen rühren oder einfach nur Freude zeigen. Man kann aus Liebe singen oder seinen Ärger loswerden und all das auf eine – sagen wir – gesellschaftlich legitimierte Weise.
Oft hört man, man soll eine Nacht über eine Entscheidung schlafen, bevor man eine Dummheit macht. Oder bis 10 zählen. Oder heulen. Oder eine Runde um den Block laufen, um den Ärger los und einen klaren Kopf zu bekommen. Ich sage: Singt!
Warum sollte man sich nicht einfach die Wut aus dem Bauch singen? Das funktioniert zugegebenermaßen nicht mitten im Gespräch, aber ganz prima, wenn man sich zum Beispiel über etwas ärgert, was eh schon passiert und nicht mehr zu ändern ist. Aus persönlicher Erfahrung kann ich dafür übrigens „Hedonism“ oder „Weak“ von Skunk Anansie empfehlen, aber generell darf sich da natürlich jeder aussuchen, was ihm gefällt und hilft.
Bleibt nur die Frage, woher ich das wissen will. Grundsätzlich beruht vieles von dem was ich geschrieben habe natürlich auf meinen eigenen Erfahrungen. Singen macht mich glücklich. Singen macht mich ausgeglichen. Je mehr, desto besser, je lauter, desto noch besser.
Zudem sind einige der tollsten, nettesten Menschen, die ich kennengelernt habe, große Musikfans, die auch selbst Musik machen. Nicht alle davon singen. Ich schätze mal, ein Instrument zu spielen, hat einen ähnlichen Effekt. Aber nicht jeder hat Zeit und Geld ein Instrument zu lernen. Aber die meisten haben funktionierende Stimmbänder. Ich habe wenige Menschen getroffen, die gar nicht singen können.
Manche treffen jeden einzelnen Ton, andere suchen vielleicht länger. Manche Stimmen sind voller, andere dünner, manche hoch, manche tief. Vieles, an dem Menschen ihre „Unfähigkeit“ zu Singen festmachen ist nur eine Frage der Übung.
Aber bei den meisten Menschen scheitert es am Mut. Denn was ich vorher als Vorteil genannt habe, kann auch ein Nachteil sein: Beim Singen gibt man viel von sich preis. Darum fällt es den meisten Menschen auch einfacher, vor fremden Menschen zu reden, als vor ihnen zu singen. Und ein „Du kannst nicht singen“ trifft oft härter als so manch andere Beileidigung.
Aber ich verlange hier auch von keinem, sich auf eine Bühne zu stellen. Singt im Auto. Singt unter der Dusche. Von mir aus auch unter der Bettdecke. Ihr singt in erster Linie für euch selbst. Aber wenn ihr euch traut, geht raus.
Singt in einem Chor. Singt mit Freunden. Gründet eine Band. Schert euch nicht darum, was selbst ernannte coole Leute davon halten. Singt euren Kindern Lieder vor und singt mit ihnen. Gebt ihnen neben all den anderen wichtigen Dingen im Leben auch die Liebe zur Musik mit. Und das Selbstvertrauen, selbst Musik machen zu können.
Und zum Schluß habe ich doch noch einen kleinen Beleg für meine Theorie. Nicht wissenschaftlich, aber historisch. Ein altes Sprichwort sagt nämlich:
Wo gesungen wird, da lass Dich nieder. Böse Menschen kennen keine Lieder.
In diesem Sinne: Singt!
Normalerweise bevorzuge ich rege Abwechslung in meinem Musikmix. Aber seit einiger Zeit dominiert hier eine Künstlerin die in Deutschland leider noch viel zu unbekannt ist: Vienna Teng, die mir vor noch gar nicht so langer Zeit empfohlen wurde. (Danke, übrigens Chris!!!) Ihre Musik lässt sich schwer einordnen. Ehrlich gesagt habe ich es auch nicht so mit Musikrichtungen. Ich kann sie, abgesehen von ein paar ganz offensichtlichen Überkategorien (Pop, Rock, Klassik, Country) nicht auseinander halten.
Bei mir jedenfalls fällt sie einfach nur in die Kategorie „unglaublich gut!“. Und nachdem ich das Konzert in Stuttgart, dass Magda entdeckt hat (auch hier danke!), leider nicht besuchen konnte, hab ich es mir nicht nehmen lassen, gestern Abend das letzte Konzert ihrer Deutschland Tour im Tollhaus in Karlsruhe zu besuchen.
Und es war den Aufwand definitiv wert. Vienna ist live einfach toll. Sie hat diese unglaubliche, perfekte Stimme, die in dem sehr reduzierten aber völlig ausreichenden Arrangement aus Klavier, Geige, Cello und Percussion perfekt zur Geltung kommt. Ich könnte jetzt an dieser Stelle noch erwähnen, dass alle Mitglieder der Band auch mitsingen oder erzählen, wie vielseitig die Stücke und wie begabt die Musiker sind. Aber ich bin jetzt schon unzufrieden mit dem bisherigen Text. Ich bezweifle auch, dass ich der Musik durch meine Beschreibung gerecht werden kann. Dazu muss man schon ein besserer Schreiberling sein als ich.
Vielleicht bewegt sie auch nicht jeden so wie mich. Aber sie berührt ganz genau den einen Punkt in mir, der mich zur Ruhe kommen lässt. Egal, was gerade um mich herum in meiner Welt passiert. Und das ist etwas, das nicht viele Künstler schaffen.
Und wer jetzt wissen will, wovon ich hier genau rede: Auf ihrer Homepage http://viennateng.com/ gibt es nicht nur Infos, sondern auch Hörproben. Und im Live Music Archive gibt es einige Ihrer Konzerte. Mein momentaner Favorit ist der Mitschnitt aus Bremen (link).
Ich muss ja sagen, ich würde ihr den weltweiten Erfolg wirklich gönnen. Aber es hat auch seinen ganz eigenen Charme, ein Konzert in kleinen Hallen und Clubs zu besuchen. Ich hoffe, sie noch oft aus dieser Nähe sehen zu können.
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Now playing: Vienna Teng – Homecoming
via FoxyTunes
Getting out of a taxi the other day
My heart fell out of my backpack and into a puddle
And so my chest was empty but it felt OK,
I just fished out the pieces and walked away into
Nowhere and Everywhere
Nowhere and Everywhere
Nowhere and Everywhere
At the same time…
Michelle Lewis – Nowhere & Everywhere
Manchmal hab ich das Gefühl, ohne Herz wäre alles einfacher.
Toll, grade frisch entdeckt: Wenn ich nebenbei über die Foxytunes-Erweiterung von firefox Musik laufen habe kann ich mit einem Klick einbinden, was ich grade höre.
Ich stehe ja auf diesen ganzen Add-on-Kram.
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Now playing: Reisegruppe Fischer – dann wachst Du auf – die haben übrigens einen ganz hervorragenden neuen Drummer ![]()
via FoxyTunes
So. Hier nun die versprochenen Konzertfotos.
Diesmal endlich von mir persönlich aufgenommen!
Leider leicht monochrom. Das Lichtdesign in dem Club war, wie gesagt, eher minimalistisch…

Mein aktueller Lieblingssong kommt übrigens auch von den Subs.
Last Hours, anzuhören auf ihrer Myspace-Seite.
Neues von Submarien. Am Samstag war ein wichtiger Auftritt in Hannover.
Das heißt, knapp über 20 hartgesottene Fans sind extra angereist, um die Band zu unterstützen. Morgens um 10 hin, nachts um 2 wieder zurück. Die ganz harten haben gleich morgens mit dem Bier angefangen. Gut, dass der Bus ein Kühlfach hatte. Nach so ca. 8 Stunden Fahrt in Hannover angekommen und was macht man nach einer durchzechten Nacht Fahrt? Erst mal ab in den Biergarten. Schließlich muss man auch ein bisschen lokale Kultur mitnehmen.
Ich hab das ganze tapfer nüchtern durchgehalten, im Wissen, dass heiß und Alkohol sich bei mir nicht wirklich gut vertragen. Und so geil ich Submarien finde, mit Kopfweh müssen sie nicht sein. Also ein Hoch auf das Apfelschorle.
Um 9 gings dann mit dem Auftritt los. Die Stimmung im Publikum war super und die Performance der Band genauso. Trotz technischer Schwierigkeiten und einem eher, hm, sagen wir mal „minimalistischen“ Lichtdesign haben sie total gerockt.
Ich hatte meine neue Kamera dabei und es sind auch einige echt coole Bilder dabei. Wenn ich Zeit zum durchschauen hatte, stelle ich die besten mal online.
Wie gesagt: Nachts um 2 gings dann wieder heim. Die Mädchen, also auch ich, haben sich schon früher in den Bus verkrümelt, um ein bisschen vorzuschlafen. In weiser Voraussicht, denn als M&M nach diversen Bieren, Kneipen und dem Rotlichtviertel wieder in der letzten Reihe aufschlugen, wars mit der Ruhe erst mal vorbei.
Mich hat das nicht gestört, war ein bisschen wie Radio im Hintergrund aber ich habe das dumpfe Gefühl, dass ich besser mal zugehört hätte. Vielleicht hätte man das ein oder andere später mal gegen sie verwenden können. Tja. Chance verpasst. Schad oddr? Oddr nedd?
Dafür hat dann die eine Hälfte der M&Ms am Ende der Fahrt für Erheiterung gesorgt.
Irgendwann werden eben auch die lieben Kleinen müde und legen sich schlafen. In dem Fall auf die Rückbank des Buses. Eindeutig der bequemste Platz. Außer der Bus muss an einer roten Ampel scharf bremsen. ![]()
Ich bin mir nicht mal sicher, ob er aufgewacht wäre, wenn ich nicht so laut gelacht hätte …
Ach ja, was bin ich doch für ein boshaftes Ding…
Nachdem ja RTL (oder war es Pro7) nun ja, einer der seichteren Unterhaltungssender grade K-Promis und öffentlichkeitssüchtige Schmerzbefreite in Piratenkostümen um einen „Schatz“ kämpfen lässt, will ich mich dem allgemeinen Trend nicht entziehen und begebe mich auf Schatzsuche in meinen Erfahrungen der letzten Wochen.
Da wäre als erstes natürlich und auf gar keinen Fall zu vergessen, mein persönlicher Schatz, der mich jetzt seit einigen Jahren erträgt, durchs Leben trägt und zu allerlei tollen Situationen beiträgt. (EDIT (Oktober 2007): Und mich nun leider fallen gelassen hat)
Jetzt zu den Perlen: Meine persönliche Neuentdeckung, auch wenn es sie schon ewig gibt: Tower of Power. Eine Funk-Soul-Band der alten Riege, die ich auf Empfehlung der Bandburschen (Yey! Alliterationen!) letzte Woche auf dem Jazz Open gesehen habe. Das Wetter hat sich brav verhalten, die Wolken haben sich das Wasser lassen grade nochmal verkniffen und so konnten die Jungs, die zum Teil seit grandiosen 39 Jahren zusammen spielen, ohne Einschränkungen Party machen.
Beim gleichen Anlass entdeckt: Incognito. Die haben als „Vorband“ von Tower of Power gespielt. Wobei hier „Vorband“ wirklich mir ganz großen Anführungsstrichlein zu betrachten ist, da die Jungs und Mädels auch problemlos als Hauptband hätten spielen können.
Das Video hat leider nicht die beste Qualität. Aber zumindest die Sänger sind die gleichen, wie am 10.7. in Stuttgart.
Ah: Hier ein Video in viel, viel besserer Qualität:
Gestern war Generalprobe, heute ist die Ruhe vor dem Sturm und morgen geht’s ab!
Medianight an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Die kreativen Studiengänge (Werbung gehört da übrigens üblicherweise nicht dazu) präsentieren ihre Semesterarbeiten. Filme, Tonaufnahmen, Computeranimationen und, und, und.
Immer sehenswert und, wie seit einigen Jahren Tradition, auch hörenswert, denn Lö One-and-only-HdM-Allstars-Band spielt mal wieder. Das Repertoire ist einmal quer Beet durch Rock/Pop/Funk mit einem Hauch von Hip-Hop. Balladen. Rockiges. Zum mitsingen, mitheulen und mitwippen. Aktuelles, nicht mehr ganz Aktuelles, Dauerbrenner, Klassiker… sucht euch aus, wie ihr es nennen wollt, ich würde es einen gelungenen Mix nennen.
Jedenfalls, und jetzt kommen wir zur traurigen Seite des Abends, besteht ein grundsätzliches Risiko, daß es der letzte Auftritt dieser Formation sein wird. *Schnüff*. Nicht, wenn ich es verhindern kann, aber ich weiß nicht, ob ich das kann.
Aber! Nichtsdestotrotz werden wir morgen mal wieder einen Höllenspaß haben und ich denke unserem (hoffentlich großen) Publikum wird es auch Spaß machen.
Also: So ab ca. 20:30 geht’s los mit der Schweinerockerformation
und danach kommt Lö Bänd. Und falls (haha, also gut, wenn) es regnet, dann verschiebt sich das Ganze auf später, so ca. halb 10, weil wir drin erst nach den Filmvorführungen anfangen können. Patüh!
Bianca Ryan bei America’s got Talent war ja schon unglaublich. Aber jetzt kommt hier bei der britischen Ausgabe dieser laufende Meter, singt „Somewhere over the rainbow“ und sogar der böse, böse Simon Cowell schmilzt dahin.
Da krieg ich direkt meinen Eisprung.
[Edit: Hier im Finale singt sie nochmal das gleiche Lied, aber länger. Gewonnen hat allerdings dieser Sänger hier. Nicht ganz so knuddelig, aber sehr talentiert.]





